Montag, der 1. Februar 2010
Vom 30. August bis zum 2. September 2010 findet in Liblice, Tschechische Republik eine internationale Schmerlenkonferenz statt. Die Leitung erfolgt durch Petr Ráb und Jörg Bohlen.
Eine kurze Korrespondenz mit JB duch den Koordinator Schmerlen hat ergeben, daß die Konferenz erwartungsgemäß einen sehr starken wissenschaftlichen Fokus hat. Ein großer Schwerpunkt werden sicher die Beiträge zur Systematik/Genetik der Schmerlen sein, was potentiell auch Konsequenzen für die Aquaristik hat. Evtuell ergeben sich neue Namen für unsere Fische. Beiträge zur Ökologie werden auch erwartet, jedoch in geringerem Umfang. Es gibt bereits Zusagen von Maurice Kottelat fuer die Nemacheilidae und Heok Hui Tan fuer die Balitoridae, was vermutlich alleine schon die Reise wert ist.
Allerdings werden wohl wirklich nur die Hardcore-Freaks unter den aquaristischen Schmerlenfreunden angesprochen.
Das Programm kann in Zukunft auf folgender Webseite eingesehen werden: http://loachconference2010.webnode.cz/
Die Ergebnisse der Konferenz sollen als Sonderheft der Zeitschrift Folia Zoologica erscheinen. Aus BSSW-Sicht sehr ungünstig ist natürlich die zeitliche Nähe zur Jahrestagung der IG-BSSW 3.9. – 5.9.2010.
Samstag, der 23. Januar 2010
Literatursammler kennen das berühmte Loseblatt-Sammlungswerk, welches mehr als “Holly-Meinken-Rachow” (also durch das Autorentrio) bekannt ist, als unter dem eigentlichen Titel “Die Aquarienfische in Wort und Bild”. Den 75. Geburtstag (die erste Lieferung muss um den Jahreswechsel 1934/35 erfolgt sein) haben fast alle verpasst; das “Todesjahr” kommt 2011, jedenfalls endeten die Lieferungen – soweit bekannt- im Jahre 1966.
Da Sammler immer wieder interessiert sind, fehlende Blätter zu erhalten und/oder auszutauschen (und sei es nur als PDF-Kopien), könnte die nun im Internet verfügbare (vollständige) Liste, eine EXCEL-Tabelle, interessant sein. Vielleicht ergibt sich ein reger Austausch and Blättern und Gedanken.
Mehr Literatur zum Thema: Ott, G. (2010): Das aquaristische Buch der Bücher ist kein Buch oder eines mit sieben Siegeln. Das Abenteuer ”Holly-Meinken-Rachow” oder ”Die Aquarienfische in Wort und Bild”. – Zeitschrift für aquaristische Literatur 12 (1), 12-14 und für ganz Eilige im Internet.
Donnerstag, der 7. Januar 2010
von Martin Grimm, Leipzig – erschienen im BSSW Report 4-2009
Abstract: Everybody should have kept or at least know Tanichthys albonubes. This small chinese barb is easy to keep in cold water and in summer even outside. The species is highly threatened in natural biotopes due to enviromental destruction. Chan & Chen discovered a new population on Hainan Island in 2009. The population shows different fin colour (orange edges) than the last illegal import to Germany with wide yellow edges. Although (or because of?) the species is so easy to keep and breed, nobody seems to be really interested in. The white cloud mountain minnow deserves more attention!

Imponierende Männchen von Tanichthys albonubes
Jeder, der sich schon etwas länger mit Aquaristik beschäftigt, kennt sie: die Kardinalfische oder auch etwas herabwürdigend ,Arbeiterneon”; ,white cloud mountain minnow” heißen sie im Englischen. Kennt jeder, hat jeder schon mindestens einmal gehabt; außerdem schwimmen sie in jedem Zoogeschäft. Leicht nachzuzüchten, anspruchslos – langweilig?
Vor ein paar Jahren erzählte Hans EVERS (2006) die traurige Geschichte einiger Tausend Tanichthys, die aus einem Container konfisziert wurden. Zusammen mit einer Plastikpflanze waren sie in kleine Gläser eingepfercht, in denen sie verkauft werden sollten. Und weil man davon ausging, dass sowieso nicht alle durchkommen, schickte man noch einen Sack voll Fische zusätzlich mit. Neben ungezählten Toten lebte aber auch noch eine ganze Menge; sie zeichneten sich aus durch breite gelbe Flossensäume und kräftige Farben. Seien es Wildfänge vom Weißen Wolkenberg oder auch nur Nachzuchten aus einer Züchterei – hübsch waren sie allemal und eine Geschichte dazu gab es auch noch. Hans Evers erhielt einige der Tiere und kümmerte sich um sie.
Mitglieder der IG BSSW lesen >>>hier<<< den vollständigen Artikel
Mittwoch, der 6. Januar 2010

Karausche Fisch des Jahres 2010
Mit der Aktion “Fisch des Jahres” wird auf gefährdete Fische hingewiesen. Für das Jahr 2010 ist die Karausche zum “Fisch des Jahres” zum gewählt worden.
Warum das für die IG BSSW interessant ist? Nun, wenn wir von “Barben” sprechen, meinen wir alle Karpfenfische (Cypriniformes). Die Karausche (Carassius carassius) gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).
Die Karausche ist ein Überlebenskünstler. Im kommenden BSSW Report wird von den nahezu unglaublichen physiologischen Leistungen der Karausche zu lesen sein.

Rasbora ist (noch) eine Sammelgattung
Wer sich verschiedene Bärblinge anschaut, merkt schnell, dass Rasbora offensichtlich eine Sammelgattung ist, in der teilweise recht unterschiedliche Fische zusammengefasst wurden und werden.
Einige ehemalige Rasbora sind inzwischen in eigene Gattungen wie Boraras (brigittae, maculatus, merah, micros, urophthalmoides), Rasboroides (vaterifloris) und Trigonostigma (heteromorpha, espei, hengeli) gestellt worden, ebenso wie Sundadanio (axelrodi) und Megarasbora (elanga); auch Horadandia (atukorali) gehört in diese Verwandtschaft.
Eine aktuelle stammesgeschichtliche Analyse der Rasbora ist kürzlich veröffentlicht worden (Liao, Kullander & Fang 2009). Als ein Ergebnis ist festzuhalten, dass vier neue Gattungen aufgestellt worden sind: Kottelatia, Brevibora, Rasbosoma und Trigonopoma.
Mehr darüber im nächsten BSSW-Report. Dann wird auch die Frage aus Heft 3/2009, ob denn Rasbora brittani überhaupt eine Rasbora sei. beantwortet.
Liao, T. Y., S. O. Kullander & F. Fang (2009): Phylogenetic analysis of the genus Rasbora (Teleostei: Cyprinidae). – Zoologica Scripta doi:10.1111/j.1463-6409.2009.00409.x.
von Markus Hufgard, Hösbach-Rottenberg – erhalten am 05.01.2010
Der brasilianische Ichthyologe Marcelo BRITTO und seine Mannschaft sind immer wieder für Überraschungen gut. So konnte er auch dieses Mal einen neuen, in der Aquaristik vollkommen unbekannten Panzerwels beschreiben.
Die neue Art, die den Namen Corydoras Urucu trägt, kommt aus dem gleichnamigen Fluss Rio Urucu. Er ist im brasilianischen Bundesstaat Amazonas ein südlicher Zufluss des Rio Solimoes (Oberer Amazonas), der bei Coari in diesen mündet.
Corydoras Urucu ähnelt sehr stark an den uns wohl bekannten Corydoras arcuatus. Der Unterschied in der Zeichnung liegt darin, dass das Längsband gegenüber Corydoras arcuatus schon oberhalb des Auges endet. Ebenso ist dieses Tier wesentlich langgestreckter und besitzt ein runderes Schnauzenprofil. (weiterlesen…)
Montag, der 4. Januar 2010

Titelbild Report 4-2009
Der BSSW-Report 4-2009 ist auf dem Postwege zu Euch unterwegs, bei vielen Mitgliedern sollte dieser heute schon eingetroffen sein. Titelseite und Inhaltsverzeichnis findet Ihr an gewohnter Stelle unter dem Menüpunkt “BSSW Report -> Jahrgang 2009″. Außerdem befindet sich in dem Umschlag noch die vierte Ausgabe des BSSW Spezial zu den 1. Internationalen L-Wels-Tagen und die internen “Mitteilungen der Internationalen Gemeinschaft Barben-Salmler-Schmerlen-Welse e.V.”. Jene Mitglieder, welche auch die Jahres-CD bestellt haben, erhaltenweiterhin 13 qualitativ hochwertige Bilder von Fischen aus allen vier Fischgruppen, eine Übersichtsdarstellung, eine Powerpointpräsentation mit den eingebundenen Bildern, die BSSW Report Literaturzitate (in den Formaten Word-doc, biblioscape, xml, rtf und ris) … sowie 36 PDF-Dateien (248MB) mit allerfeinstem aquaristischem Lesestoff.
Ich erinnere nochmal an die, mit dem Report 3-2009 eingeführte Neuerung: Es wird der interessierten Allgemeinheit nur noch ein sehr kurzer Teaser-Text von ungefähr 100 Worten zur Verfügung gestellt. Zugriff auf den vollständigen Artikel erhalten ausschließlich die Mitglieder der Internationalen Gemeinschaft BSSW, sofern diese auch hier auf der Seite registriert sind.
Die Begründung für diesen Schritt könnt Ihr >>>hier<<< nachlesen.
Sind hier BSSW-Mitglieder angemeldet, welche noch nicht auf die Exklusivinhalte zugreifen können – beispielsweise die interne Suche/Biete Seite – so bitte ich um kurze Nachricht. Nach Abgleich mit der aktuellen Mitgliederliste schalte ich Euch frei.
Ich vergaß fast zu erwähnen: Das neue Label der Jahres-CD wurde, wie auch schon das Logo der IG, von Michael Januskevicius entworfen.
Aufgrund von Anfragen, hier noch einmal die bisherigen Eckdaten zur Jahrestagung der IG-BSSW
03.09.2010 – 5.09.2010
Tagungsort:
Gerhart-Hauptmann-Schule
Karl-Peters-Straße76
68219 Mannheim
Unterbringung:
Direkt am Tagungsort für 5,- € mit Frühstück und Gemeinschaftsdusche in eigenem Schlafsack und Isomatte in Klassenräumen.
Buchung direkt über den Regionalgruppenobmann mp(at)blubberfilter.de
oder ( 10 min Fußweg zum Tagungsort ):
Hotel Rheinauer Hof
Edinger Riedweg 48-51
68219 Mannheim
0621/804260
http://www.Rheinauerhof.de
EZ 40€ und DZ 60€
Kennwort BSSW oder Sushi ;-)
Anreise:
Bahn: Bahnhof “Mannheim Rheinau” zu Fuß etwa 10 Minuten sowohl ins Hotel als auch zur Tagung.
Auto: A6 Abfahrt ( 28 ), dann Rchtung Rheinau Süd / Hafen 2 zum Hotel immer geradeaus.
Zur Tagung an der Ampel links, dann di erste rechts, am Kreisel wieder links und nur noch gerade aus.
Flugzeug: Interessant für die Berliner und Hamburger, direkt City: Airport Mannheim mit gutem Frühbucherrabatt. Abholung wird bei Bedarf organisiert.
International Frankfurt am Main von dort aus mit der Bahn etwa 60 Minuten.
Programm folgt
Sonntag, der 3. Januar 2010
1. Internationale L-Wels-Tage (27.-29. November 2009)
von Elko Kinlechner, Weimar – erhalten am 01.01.2010

Ingo Seidel und Andi Tanke eröffnen die L-Wels Tage
Nicht vorhersehbar war das große Echo, das die 1. Internationalen L-Wels-Tage schon im Vorfeld auslösten. Mehrmals musste ein neuer Tagungsort gesucht werden, um den reichlich 140 welsinteressierten Gästen aus 14 Ländern ausreichend Platz zu bieten. Den längsten Weg hatten Welsfreunde aus Singapur, Brasilien und den USA.
Am 27. November war es dann soweit: am späten Nachmittag eröffneten das Organisationsteam, Ingo Seidel und Andreas Tanke, die Veranstaltung. In 18 Vorträgen wurde an drei Tagen über die Heimatbiotope, Aquarienhaltung und Vermehrung der Harnischwelse, L-Nummern und Aktivitäten der AG L-Welse berichtet:

Rainer Stawikowski
L-Welse in Amazonien – wie alles begann“
Rainer Stawikowski nahm uns mit auf eine Zeitreise durch die L-Nummern; angefangen vom Entstehen der L-Nummern, über verschieden L-Nummern-Highlights, wie z. B. L 46, der inzwischen als Hypancistrus zebra beschrieben wurde, bis zu den L-Nummern der letzen Ausgaben der DATZ.

Lucia Rapp Py Daniel
„L-Numbers – Who are they?“
Lucia Rapp Py-Daniel (Brasilien) ist bekannt aus verschiedenen Erstbeschreibungen von Harnischwelsen. Sie berichtete uns über ihre Arbeit an der Systematik dieser Familie und erklärte so manches Detail, an denen sich die einzelnen Gattungen bzw. Arten unterscheiden. Interessant waren ihre Gegenüberstellungen von beschriebenen Arten und vergebenen L-Nummern. (weiterlesen…)
Mittwoch, der 23. Dezember 2009

© Daniel Stricker/www.pixelio.de
Auch von hier aus allen Mitgliedern und Freunden der Internationalen Gemeinschaft Barben Salmler Schmerlen Welse
Frohe Weihnachten! – Vasel Koleda! – Glædelig Jul! – Merry Christmas!
Hyvää Joulua! – Joyeux Noël! – Kala Christougenna! – Vrolijk Kerstfeest!
Buon Natale! – Schéi Krëschtdeeg! – God Jul! – Wesolych Swiat!
Boas Festas! – Craciun fericit! – Pozdrevlyayu s prazdnikom Rozhdestva!
Vesele Vianoce! – Prejeme Vam Vesele Vanoce! -Kellemes Karacsonyiunnepeket!
Und allen einen guten Rutsch in Jahr 2010!
Verbunden mit dem Wunsch, dass der oder die ein oder andere dann vielleicht ein bisschen Zeit findet, um einen Artikel für den BSSW Report zu verfassen. ;)